MEHR KULTUR WAGEN

WIR - das sind die Kinobesitzer in Bayern - sind verantwortungsbewusste Kulturveranstalter. Wir stehen zur Bewältigung der Pandemie durch gewissenhafte Kontrolle unseres Publikums und umsichtiges handeln. ABER WIR WERDEN VON DER POLITIK SEIT ZWEI JAHREN MISSACHTET! WIR WERDEN WOCHE UM WOCHE VERTRÖSTET UND MÜSSEN AUSHALTEN, WAS EINE SCHEINBAR AUSSCHLIESSLICH AN WÄHLERSTIMMEN INTERESSIERTE POLITIK MIT VERORDNUNGEN BESTIMMT. LETZTES BEISPIEL WAR DIE ENTSCHEIDUNG DER BAYRISCHEN STAATSREGIERUNG ZU DEN REGELN IN DER GASTRONOMIE IN BAYERN! „Kulturelles Erleben zeigt gerade in der Pandemie seine große Bedeutung und seinen gesellschaftlichen Wert“, heißt es im gemeinsamen Beschluss der Bund und Länder vom 7. Januar 2022. „Bei Untersagungen oder Beschränkungen im Bereich der Kultur muss daher der Bedeutung der Kunstfreiheit ausreichend Rechnung getragen werden“, ist im Infektionsschutzgesetz § 20b festgehalten. In Bayern jedoch werden ausschließlich Kulturbetriebe mit doppelten und 3-fachen Maßnahmen belegt: Zu den 2G-plus-Maßnahmen, dem Tragen einer FFP2-Maske während der Filmvorführung und dem 1,5-Metern-Abstandsgebot im Sitzen wurde zusätzlich die Saalauslastung auf maximal 25 Prozent vorgeschrieben. Es gibt wissenschaftliche Studien, die dies nicht für nötig halten. Doch es geht nicht um Wissenschaft, wie es so oft heißt, sondern um Klientelpolitik. Diese Anhäufung der Maßnahmen für die Kultur in Bayern, die weit über die von Bund und Ländern empfohlene 2G-Regelung hinausgeht, lehnen wir als vollkommen willkürlich, unverhältnismäßig und damit gesetzeswidrig ab! Die Menschen werden ohne stichhaltige Begründung an der kulturellen Teilhabe gehindert, obwohl erwiesenermaßen das Ansteckungsrisiko in Kinos und Theatern vernachlässigbar gering ist, wenn Lüftungs- und Hygienekonzepte eingehalten werden. Kultur ist in diesen Zeiten dringender denn je. Kultur verändert den Blickwinkel auf die Welt und gibt dem Leben einen Sinn. Kultur ist gemeinschaftsbildend, lebensnotwendig und demokratiestiftend. Es braucht in dieser für alle so schwierigen Zeit mehr statt weniger Kultur! Kultur findet nicht daheim im Wohnzimmer statt, Kultur braucht Öffentlichkeit! Wir kennen unser Publikum, wir lieben Filme, wir kuratieren, planen, organisieren Abend für Abend und wollen, dass sich niemand von unserem Publikum infiziert. Wir zeigen neben Unterhaltung Unbequemes, Anspruchsvolles und Kontroverses. Wir erwarten deswegen von der bayrischen Landesregierung die Rahmenbedingungen, in denen diese Vielfalt JETZT und auch nach der Pandemie erhalten bleiben kann. Helfen Sie mit, wenn Sie auch noch länger unsere Kultur genießen wollen! Schweigen Sie nicht jetzt! Wir fordern ein sofortiges Ende der Auslastungsbeschränkung und Gleichstellung mit der Gastronomie! Unterstützen Sie uns, unterschreiben Sie diesen Aufruf an der Kinokasse oder schicken sie uns diesen Aufruf per Mail. Es reicht mit der Gängelung durch die bayrische Regierung, die nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen folgt, sondern nur der Lobbyarbeit ihrer engsten Klientel.